Ludwig Nikolai Menkhoff, Ikonenmaler - Vernissage

Zu einem außergewöhnlichen Ereignis kam es am Sonntag, den 5. April um 17 Uhr: der Eröffnung der Ausstellung mit Ikonen des Berliner Ikonenmalers Nikolai Ludwig Menkhoff (1923 - 2008).

Ludwig Nikolai Menkhoff (1923 - 2008) war Ikonenmaler in Berlin. Er starb im vergangenen Jahr. Aus Anlass seines ersten Todestages zeigt die Eltviller Vinothek erstmals eine Sammlung seiner Ikonen der westdeutschen Öffentlichkeit.

Für Menkhoff war die Ikonenmalerei stets ein Gebet zur Ehre Christi: „Ikonen sind ein Fenster zum Himmel, sie entfalten Kraft, Trost und Segen - meine Arbeit, fast jeder Pinselstrich ist Gebet, sonst würde mir nichts gelingen. Ich weiß, wer meine Hand führt“ schrieb er. Auch wenn er eine eigene Technik der Herstellung entwickelt hat, hielt er sich doch streng an die vorgegebenen orthodoxen Vorbilder. Ikonen werden nach alter Überlieferung gemalt. Der künstlerische Spielraum ist zwar vorhanden, muss sich aber formal ganz dem Zweck des Bildes, nämlich Abbild und Symbol zu sein, unterordnen.

Zur Eröffnung der Ausstellung sprach der Direktor des Ikonenmuseums Frankfurt/Main, Dr. Richard Zacharuk, zur Ikonografie von Ikonen. Die 2. Vorsitzende des Vereins HERUS e.V. und Ururenkelin von Alexander Puschkin, Clotilde von Rintelen, berichtete über die hessisch-russischen Beziehungen. Ulrike Bachmann gab Erläuterungen zu den einzelnen Ikonen, und Ulrich Bachmann informierte über den Künstler. Die Sängerin und Pianistin Svetlana Kushnerova rundete das Programm mit russischer Musik ab.

Die Ausstellung dauert bis zum 1. Juni 2009 und ist zu den Öffnungszeiten der Vinothek montags bis donnerstags von 16 bis 19 Uhr, freitags, sonn- und feiertags von 12 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Vernissage war am Sonntag, den 5. April um 17 Uhr.